Bullshit Jobs

 

David Graeber verfasste 2013 ein Essay über "Bullshit Jobs", das sich rasend schnell verbreitete, scheinbar fanden sich viele Menschen wieder. Er sprach von Jobs die gesellschaftlich überflüssig sind oder sogar schaden. David Graeber ist Professor für Anthropologie und Mitbegründer der "Occupy Wall Street" Bewegung. Offensichtlich hat er einen Nerv getroffen.

 

Es ist natürlich nicht sehr charmant bestimmte Jobs als bullshit zu bezeichnen, müssen wir doch alle unseren Lebensunterhalt verdienen. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit sollten wir doch froh sein überhaupt einen Job zu haben und ist er noch so sinnlos.

 

Ich glaube wir sind das Problem, wir Y ´ s. Ich darf mich ja noch knapp zur Generation Y zählen. Y weil wir alles hinterfragen.

 

Why?

Spass, Freude an der Arbeit und die Sinnsuche charakterisieren uns unter anderem. Geld ist nicht das Wichtigste. Träumer, Weltverbesserer, Selbstverwirklicher, sagen die einen. Faulpelze und Weicheier, die anderen.

 

Why?

Ich weiß, es ist nicht angenehm wenn so viel gefragt wird, dabei hätte ich noch einige Fragen:

Ich würde gerne wissen, wie Vollbeschäftigung möglich sein soll, in Zeiten der Automatisierung und Digitalisierung?

Ich möchte wissen, warum in den Massenmedien keine alternativen Wirtschaftsmodelle diskutiert werden?

Ich möchte wissen, wie eine Gesellschaft aussieht in der "Bullshit Jobs" wegfallen und die Menschen die Möglichkeit haben sich freier zu entfalten?

 

Ja, ja ich weiß Träumer, Weltverbesserer, Selbstverwirklicher.

 

Ein paar Fragen habe ich aber noch:

Spass und Freude an der Arbeit sollte dieses Ziel nicht jeder haben?

Sollte nicht jeder nach einem Sinn im Leben suchen?

Sollte es nicht mehr Träumer, Weltverbesserer und Selbstverwirklicher geben?

 

Sollten wir nicht viel, viel mehr Fragen stellen, anstatt alles als gegeben hinzunehmen?

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