Megatrend 2017

 

Was könnte der Megatrend 2017 sein? Eigentlich bin ich ja einer der Trends regelmäßig verschläft. Beim Bart tragen hätte ich gerne mitgemacht, aber da meine Wangen kaum Haare hergeben, ist auch dieser Trend spurlos an mir vorbeigezogen. Aber jetzt gibt es eine neue Chance. Die 80er kommen wieder in Mode, Schulterpolster, schrille Farben, aber das meine ich nicht. Der bekannte Zukunftsforscher Matthias Horx hat den wichtigsten kulturellen Megatrend präsentiert:

 

Mindfulness, Achtsamkeit, die generelle Art und Weise, wie wir mit uns und der Welt umgehen. Er sagt, Megatrends verändern die Welt - zwar langsam, dafür grundlegend und langfristig. Auch für das Berufsleben erwartet er fundamentale Veränderungen, von der Art und Weise wie man mit Menschen umgehen muss, bis zur Denkweise der Führung.

 

Mindful Business

 

Der Begriff Achtsamkeit ist in die Geschäftswelt eingezogen und manche Firmen fangen an ihren Mitarbeitern Achtsamkeitsprogramme anzubieten. Ist es eine Möglichkeit um gestressten Arbeitnehmern ein wenig Luft zum atmen zu gönnen, um Unternehmen produktiver, effizienter und wettbewerbsfähiger zu machen? Ein paar Minuten Meditation oder andere Übungen und dann mit Vollgas weiter.

 

Das war wohl nicht die Absicht der Erfinder.

 

Wer waren die Achtsamkeits-Erfinder, Trendsetter würde man heute sagen? Mystiker, Philosophen und spirituelle Lehrer. Buddha lehrte schon vor 2500 Jahren Achtsamkeit und den Weg nach innen. Gewinnmaximierung und Wettbewerbsfähigkeit kamen in seinem Wortschatz aber nicht vor.

 

Zwei Welten

 

Auf den ersten Blick scheint es kaum vorstellbar, dass die Geschäftswelt und die spirituelle Welt zusammenpassen und trotzdem scheint sich etwas zu tun. Es geht um die universelle Ebene, die nach dem großen Ganzen fragt, sagt der internationale Managementcoach Nicole Brandes. Erfolgreiche Coachings von Führungskräften setzen in diesem Bereich an, da Manager dort die größten Defizite haben, meint sie weiter.

Vielleicht passen die zwei Welten die auf den ersten Blick so unvereinbar scheinen ja doch zusammen. Vielleicht liegen die Antworten für die Geschäftswelt von morgen in dem Wissen, das schon seit vielen hundert Jahren verfügbar ist. Es wäre doch wünschenswert, wenn Unternehmen achtsamer mit ihren Mitarbeitern, mit Kunden und der Umwelt umgehen.

 

Buddha erklärt wie es geht:

"Wer seinen Wohlstand vermehren möchte, der sollte sich an Bienen ein Beispiel nehmen. Sie sammeln den Honig, ohne die Blumen zu zerstören. Sie sind sogar nützlich für die Blumen. Sammle deinen Reichtum ohne die Quelle zu zerstören, dann wird er beständig zunehmen."

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