Mit leichtem Gepäck

 

Ich bin zuhause, liege im Bett, mein Blick schweift durchs Schlafzimmer, ich mag unsere Wohnung, sie ist zwar nicht besonders groß, aber ich fühle mich wohl. Meine Frau kocht in der Küche, sie hat die Kopfhörer auf und singt.

 

Dieter Bohlen wäre nicht begeistert, aber ich mag es. Eigentlich habe ich alles was Menschen normal glücklich macht und trotzdem gibt es diese Sehnsucht nach mehr.

 

Ich will kein normales Leben. Das habe ich probiert. Das funktioniert nicht. Nicht für mich.

Ich will verrückt sein.

Ich will träumen.

Ich will die Essenz des Lebens schmecken.

Ich will wissen warum wir hier sind.

Ich will die Unendlichkeit spüren.

Ich will ausbrechen und ich will mich mit meinen Träumen nicht mehr verstecken.

 

Ein Teil in mir weiß, dass es eine andere Wirklichkeit gibt, eine Welt abseits unserer Gedanken und Konzepte, eine Welt die in jedem von uns schlummert.

 

Dorthin soll die Reise führen.

 

Wir denken jeden Tag 70000 Gedanken, 90 Prozent davon sind die gleichen wie am Vortag. Wir sind Roboter.

 

Ich will kein Roboter sein, der jeden Tag den gleichen Müll denkt, das gleiche Zeug spricht, die gleichen Meinungen vertritt.

Ich will die Meinungen und Konzepte, die ich mit mir herumtrage loslassen, offen sein, mehr spüren und weniger denken.

Es ist befreiend nicht alles wissen zu müssen, nicht zu allem eine Meinung, einen Standpunkt zu haben. Unterm Strich wissen wir es ja sowieso nicht, es sind nur Konzepte die wir verteidigen. Weg damit.

 

Es geht nicht darum irgendetwas zu bekämpfen.

 

Es geht darum die Welt von einer anderen Warte zu betrachten und alle Bewertungen loszulassen.

Es geht darum meiner eigenen Wahrheit zu vertrauen und ihr zu folgen.

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